Almased Diät – Top oder Flop?

Sie wollen im Spiegelbild schnelle Ergebnisse sehen? Dann sollten Sie den Turbo einschalten. Der springt ganz automatisch an, wenn Sie den von Almased selbst so benannten „Bikini-Notfall-Plan“ befolgen. Natürlich sollte Ihnen dabei klar sein: Außergewöhnliche Ziele verlangen außergewöhnlich Maßnahmen.

In diesem Fall heißt das: In einer Diätwoche ersetzen Sie Mahlzeiten durch den Protein-Drink Almased. Zusätzlich sind nur Gemüsebrühen, davon allerdings so viel Sie mögen, und viel Wasser erlaubt. Dann sollten Sie sich mit dem Bikini am Strand oder auch ohne Zweiteiler vor dem heimischen Spiegel gleich viel besser fühlen.

Sie bleiben bei unter 1.000 Kalorien täglich. In dieser Woche haben Sie Ihrem Körper dann hauptsächlich Proteine zugeführt, die in der Gesamtmixtur von Almased stoffwechselanregend sein sollen. Hauptsächlich Proteine? Ist das nicht zu einseitig, fragen Sie. Ist es eigentlich auch. Aber für so eine kurze Phase wirkt sich das nicht gravierend auf Ihre Gesundheit aus.

Die variantenreiche Vitalkur

Die Turbo-Fasten-Diät ist nur eine, allerdings die radikalste, aller Möglichkeiten, um mit dem Vitalkostdrink Almased abzunehmen. Bevor die hier näher beschrieben werden, soll zunächst einmal die Frage beantwortet werden, was eigentlich in dem Pulver steckt, das, weil es ein reines Naturprodukt ist, farblich von Charge zu Charge auch mal leicht unterschiedlich aussehen kann. Drin stecken zu 50 Prozent Sojaeiweiß, 25 % Bienenhonig, 23 Prozent Joghurt-Pulver aus Magermilch und eine wirklich beeindruckende Anzahl an Vitaminen und Mineralien. Diese Mixtur als Mahlzeitenersatz (alle vier Stunden) soll für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen.

Eine Portion entspricht einem Nährwert von ca. 230 Kalorien. Ein Hungergefühl tritt auch deshalb eher selten auf, weil bei dieser Diät der Blutzuckerspiegel langsam ansteigt und flach verläuft. Dadurch wird eine heftige Insulinreaktion vermieden, die in der Regel ein Hungergefühl auslöst. Verläuft die Insulin-Kurve flacher, hält das positive Sättigungsgefühl im Umkehrschluss länger. Dieser Zusammenhang bewirkt noch einen weiteren wichtigen Effekt: Der niedrige Blut-Insulinwert aktiviert die Fettverdauung und sorgt für den Abbau der körpereigenen Reserven an den ungeliebten Pölsterchen. Die besten Paleo Diätrezepte erreichen Sie hier (http://fithacker.de/rezepte/).

Pro Portion werden 50 Gramm des Mahlzeiten-Ersatzdrinks in Wasser oder fettarme Milch gerührt oder in einem Shaker geschüttelt.

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Abnehmen mit ganz persönlichem Ziel

Wie gesagt, ist der „Bikini-Notfall-Plan“ nur eine Variante nach dem mit Almased abgenommen werden kann. Neben dem Flüssigkeitsfasten und einer speziellen Diät für sportlich besonders Aktive, ist die sogenannte Variante „planfigur“ wohl am interessantesten. Dabei handelt es sich um ein Vier-Phasenprogramm, das zunächst auf 14 Tage ausgelegt ist. Die ersten drei Tage gleichen der Turbo-Diät, also drei Drinks pro Tag, Brühe so viel wie gewünscht und viel Wasser. So soll der Stoffwechsel umgestellt und die Fettverbrennung angeregt werden. Phase 2: Eine „richtige“ Mahlzeit, möglichst kohlenhydratarm, ersetzt einen Drink mittags oder am Abend. Ab dem achten Tag ersetzt dann nur noch ein Drink eine von drei Mahlzeiten. Die Phase vier beginnt am 11. Tag und kann nach Aussage des Herstellers ein Leben lang fortgeführt werden.

Zu den drei normalen Mahlzeiten wird täglich ein Glas Alamsed getrunken. Das soll ein weiteres, langsameres Abnehmen gewährleisten. Generell sollten die normalen Mahlzeiten protein- also eiweißhaltig sein. Typische Gerichte sind nach Aussage vom Hersteller des Drinks: Lachs mit Gorgonzola-Sauce und Salat, Hamburger, Pasta al Formo, Geschmortes Rindfleisch mit Wurzelgemüse, Weißkohlsalat mit Rote Beete oder gegrillter Ziegenkäse mit Salat. Ja und dann gibt es natürlich noch die Basisvariante, bei der die Drinks über mehrere Wochen allein und später unterstützend getrunken werden.

Pro und Kontra

Positiv:

  • schnelles Abnehmen (auch im Vergleich zu anderen Diäten)
  • alltagstauglich
  • gute Einstiegshilfe
  • hohe Motivation durch schnelle Erfolge

Negativ:

  • eintönig
  • zu niedrige Menge der Kohlenhydrate auf Dauer
  • konsequente, langfristige Ernährungsumstellung zu untergeordnet
  • zu wenig sportliche Aktivität berücksichtigt

Satt essen und trotzdem gesund abnehmen

Seit nunmehr gut 40 Jahren treffen sich in Deutschland Menschen wöchentlich in Gruppen, um ein gemeinsames Ziel zu verfolgen: Abnehmen. Es gibt wohl keine Diät, die einen so hohen Bekanntheitsgrad hat, wie die der WeightWatchers. Dabei ist der Begriff Diät gar nicht mal so richtig zutreffend. Denn eigentlich handelt es sich um einen Ernährungs- oder Essensplan.

Sicher aber dürfte sein, dass hierzulande mit keiner anderen Methode mehr Menschen abgenommen haben, als mit der des gemeinsamen „Gewichtbeobachtens“. Das Geheimnis dieses Erfolgs beruht dabei auf mehreren Faktoren. Das Konzept ist einfach und sehr abwechslungsreich, lässt leicht in den Alltag integrieren, ist wissenschaftlich fundiert und motiviert durch gruppendynamisches Abnehmen. Aber vor allem dürfen sich die WeightWatchers jeden Tag so richtig satt essen.

Der WeightWatchers ProPoints Plan

Der Begriff ProPoints ist in dem System relativ neu, funktioniert aber nach dem gleichen jahrzehntelang bewährten Points-System des aus den USA stammenden Ernährungsplans. Aus den Faktoren Geschlecht, Gewicht, Körpergröße, Alter, körperliche Arbeitsbelastung und regelmäßigem Sport addiert sich jeder seine individuelle Personenpunktzahl. Wer nach erfolgreichem Abnehmen sein Wunschgewicht erzielt hat, erhält noch einige Zusatzpunkte. Auf der anderen Seite werden Lebensmittel ebenfalls mit Punkten qualifiziert. Ein Brötchen etwa hat die Punktzahl zwei, 10 Gramm Marmelade werden mit 0,5 Punkten veranschlagt. Jedes Fischstäbchen wird mit einem Punkt, jede Frikadelle mit sechs Punkten verbucht. Wer sich 150 Gramm Tiramisu gönnt, muss 8 Punkte hinzuaddieren (alle Angaben nach dem alten Points-System). Am Ende des Tages darf die Zahl der Lebensmittelpunkte, die der individuellen Punktzahl nicht übersteigen. Obst und Gemüse haben, bis auf ganz wenige Ausnahmen, einen Null-Faktor. Um wirklich satt zu werden, haben beispielsweise Kartoffeln den Faktor zwei. Davon darf so viel gegessen werden, bis sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Auch beispielsweise die Portionen an Nudeln, ebenfalls Punktzahl zwei, sollten für den normalen Hunger ausreichend sein. Tendenziell kann zusammengefasst werden, dass fettige Gerichte eine wesentlich höhere Punktzahl haben, als Nahrungsmittel mit Kohlenhydraten. Um Mangelerscheinungen zu vermeiden, müssen allerdings täglich zwei Punkte für pflanzliche Fette „ausgegeben“ werden. Aus selbem Grund gibt es weitere tägliche Pflichtaufgaben: 1,5 Liter Wasser, zwei Portionen Kalzium und eine Portion hochwertiges Eiweiß. Wer Sport treibt, bekommt Bonuspunkte.

Das System WeightWatchers

WeightWatchers ist ein profitorientiertes Unternehmen, dessen Aktien an der New Yorker Börse gehandelt werden. Das ist vielleicht auch ein Grund, warum ein neues Punktesystem eingeführt wurde. So kommt neuer Schwung ins Geschäft und die eigentlich nur für Mitglieder zugänglichen Punktewerte sind nicht so transparent. Dementsprechend ist die Teilnahme am WeigtWatchers-Programm kostenpflichtig. Wer an den Gruppentreffen teilnimmt, zahlt knapp 40 Euro im Monat. Neue Online-Nutzer müssen für die ersten drei Monate fast 48 Euro hinblättern. Diese doch recht happigen Preise haben allerdings auch einen psychologischen Vorteil. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Abnehmwillige, die hohe Kosten für ihr Anliegen ausgeben, auch tatsächlich mehr Kilos verlieren. Und die Teilnehmer bekommen auch so einiges für ihr Geld. Im Internet gibt es unter anderem eine Rundumbetreuung, die Nährwerte von 34.000 Lebensmitteln und rund 1.000 WeightWachter-Rezepte. Bei den Treffen wird unter anderem jede Woche gewogen, Tipps ausgetauscht und jeweils ein spezielles Thema behandelt. Inzwischen sind auch im Handel zahlreiche Lebensmittel erhältlich, die speziell auf den Ernährungsplan mit genauer Punktzahl des Produkts abgestellt sind.